Nachdenken & Philosophieren

Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse., Bertolt Brecht
Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar., Wilhelm von Humboldt
Wissen ist nicht genug, wir müssen es anwenden. Wollen ist nicht genug, wir müssen es tun., Bruce Lee

Wer liest und schreibt, der kommt auf Fragen oder stellt sich selbst Fragen. Und auf Fragen sucht der Mensch Antworten. Um diese Antworten zu finden, denkt er nach und begibt sich auf den Weg der Erkenntnis.

In der Welt, in der wir leben, gibt es aber zu viele Fragen und oft ist der Weg der Erkenntnis verbaut. Auch gibt es Fragen, auf die wir vermutlich nie eine Antwort finden werden. Oder können wir alles wissen? Eine weitere Frage, über die es nachzudenken gilt - gäbe es nicht mit dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz bereits eine Antwort auf diese Frage.

Warum denke ich nun trotzdem über all diese Fragen nach? Das Leben ist endlich und niemand weiss, ob nicht schon 90% seines Lebens vorüber sind. Ich lebe den Tag und genieße mein Leben und ich lese und schreibe - man könnte auch sagen "Ich bin, also denke ich" - oder doch eher "Ich denke, also bin ich" ? Fragen über Fragen und in ruhigen Minuten ist das Nachdenken oder Philosophieren über solche Dinge für einen wissbegierigen Menschen wie mich eine Form der Entspannung aber auch eine Notwendigkeit. Ich weis nicht, warum ich es mache - ich mache es einfach. Ich weis nicht, mit welcher Absicht ich es mache - ich mache es einfach. Vielleicht liegt die Erklärung in Ying & Yan und dem (gestörten) Gleichgewicht zwischen Körper und Geist, denn - etwas mathematisch erklärt - um auf 100% zu kommen, wenn der Körper nur 30% liefert, muss der Geist nun einmal 70% einnehmen und nicht 50%. Wie dem auch sei - wichtig ist am Ende doch nur die Erkenntnis, die in mein Leben einfließen kann und nach der ich dann handeln kann.