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Intel Pentium M 745 undervolten: 0.7V VCore
Heute habe ich mich endlich dazu durchgerungen, mich mit der Kernspannung meiner Notebook CPU auseinanderzusetzen.
Da das hier keine komplette Anleitung werden soll, verweise ich an dieser Stelle auf NordicHardware, die ein gutes Tutorial zu den Grundlagen des Undervoltens anbieten.
Auch möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass man die Finger davon lassen sollte, wenn man keine Ahnung hat. Ich übernehme keine Haftung, für Schäden, die durch meinen Eintrag hier entstehen.
Nachdem ich mich eingelesen hatte, entschied ich mich Notebook Hardware Control zu verwenden. Damit kann man die benötigten Einstellungen sehr schnell und einfach vornehmen und über einen 30-sekündigen Stresstest ermitteln, ob das System stabil bleibt und am Ende einen 15-minütigen anspruchsvolleren Stresstest durchführen.
Für meinen Pentium M 745 meines Acer 3620 habe ich folgende vcore Werte erreicht:
| Multiplier Multiplikator | Original Voltage | Current Voltage | Saving Ersparnis |
| 6 | 0,988 | 0,700 | 29,15% |
| 8 | 1,052 | 0,748 | 28,90% |
| 9 | 1,068 | 0,812 | 23,97% |
| 11 | 1,132 | 0,844 | 25,44% |
| 13 | 1,196 | 0,908 | 24,08% |
| 15 | 1,244 | 1,004 | 19,29% |
| 16 | 1,276 | 1,020 | 20,49% |
| 18 | 1,340 | 1,052 | 21,49% |
Im Schnitt ergibt das eine Einsparung von 24% und im Idle Betrieb sogar 29%. Vermutlich hätte man die Spannung beim Multiplikator 6 noch weiter absenken können, jedoch war 0,7V der geringste verfügbare Wert.
Die Kernspannung (vcore) kann eventuell noch weiter reduziert werden, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen und meinem M 745 Dothan 1.80GHz noch etwas Luft lassen.
Den umfangreichen Stresstest hat er mit allen Multiplikatoren bestanden und läuft jetzt seit 4 Stunden ohne Probleme.
Was die Batterielaufzeit und Stabilität im Alltagsbetrieb sagt, werde ich demnächst ergänzen.
Merkel Podcast: 500.000 Euro, Web 2.0 Podcast: 0 Euro
Berlin, wir haben ein Problem.
Der Podcast von Bundeskanzlerin Merkel kostete bisher 500.000 Euro!
Eine halbe Million Euro kostete der Spaß bislang, “teilte […] das Bundespresseamt (BPA) auf Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Volker Wissing mit”.
Und wer bezahlt das alles?
Ich weiss wer es bezahlen sollte - diejenigen, die es sich anhören / ansehen, denn bei 10 Millionen Abrufen sind das nur 5 Cent pro Podcast pro User. Das sollte es den Nutzern doch wert sein und den gutmütigen Steuerzahler entlasten.
Bleibt nur noch die Frage, warum das so teuer ist.
Da fällt mir ein, dass ich gelesen habe, dass einer der Vorstände jener Firma, die das produziert, der Schwiegersohn von Edmund Stoiber ist. Ede featuring Angie - selbst im Ruhestand.
Also, warum ist das so teuer?
Der große Vorteil des Podcasts / Vidcasts und der Grund, warum er sich wie das bloggen etabliert ist doch gerade, dass pod- und vidcasten nichts kostet - von den Anschaffungskosten für Headset und Webcam mal abgesehen.
Okay, wir gönnen der Bundeskanzlerin ein besseres Headset und eine bessere Kamera und meinetwegen auch noch ein wenig Beleuchtung - für 500 Euro pro Folge würde das wohl jeder geübte Podcaster locker produzieren können.
Momentan kostet die Folge über 10.000 Euro.
N24 V.I.P. … V.I.P. … und noch eine Wiederholung! … V.I.P.
Was ist denn da passiert?
Samstag morgen kurz nach dem Frühstück, so gegen kurz nach zehn, zappe ich durch das TV auf der Suche nach einer Dudelei im Hintergrund, während ich eigentlich etwas programmieren wollte.
Plötzlich wird der laufende Beitrag der Sendung “N24 V.I.P.” unterbrochen und es kommt die Ansage “N24 V.I.P. wird Ihnen präsentiert von …” und dann steht der Moderator wieder da und macht fröhlich seine Begrüßung und moderiert den ersten Beitrag an - Paris Hilton bei David Letterman - übrigens ein Sahnestück des Late-Night Talks.
Ein paar Minuten später wird der laufende Beitrag plötzlich unterbrochen und es kommt eine mir vertraute Ansage: “”N24 V.I.P. wird Ihnen präsentiert von …” und dann wird wieder der Beitrag mit Paris Hilton bei David Letterman angekündigt - ein Sahnestück des Late-Night Talks, wie ich finde.
Das ganze wiederholte sich zwischen 10 Uhr und 10:35 insgesamt 4 Mal.
Ich würde doch zugerne mal wissen, wer da hinter den Kulissen auf dem großen roten Knopf mit der Schere und dem Pfeil nach links mit der Aufschrift “Schnitt und Neustart” eingeschlafen ist.
Aber nicht weitersagen - es hat ja keiner gesehen.
Ein Fotoalbum & Edmund Stoiber
Als ich heute morgen sah, dass für den “Made in Germany” Transrapid nach 30 Jahren nun eine erste kommerzielle Strecke gebaut wird, musste ich doch direkt an den Edmund Stoiber denken, der sich nun wohl ein kleines 1,85 Milliarden Euro teures Denkmal bauen lassen will. Da fiel mir wieder seine Rede über “10 Minuten” ein - 10 Minuten bis zum Flughafen verdienen sicher eine gute Portion Respekt, aber 30 Jahre bis zur Entscheidung zum Bau verdienen eine verdammt große Portion davon, oder etwa nicht?
Hier gibt’s übrigens Stoibers Rede zu dem Thema: http://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU
Heute nachmittag habe ich mich übrigens mit einer Freundin getroffen und nach einiger Zeit des Erinnerns an die gute alte Zeit stellte sich heraus, dass sie auf der Suche nach einem Fotoalbum war.
Bislang war ich fest der Meinung, dass man ein Fotoalbum nicht “sucht”, sondern “kauft”, aber anscheinend ist das ein unter Männern verbreiteter Irrtum.
Nein, vielmehr lag die Problematik darin, dass es sich - wie könnte es anders sein - um ein besonderes Fotoalbum handeln sollte: eines, in dem man Folie abzieht, die Bilder drauflegt und die Folie wieder darüberklebt.
Ich frage sie also, ob sie denn wüsste, wie so etwas heißen soll oder eventuell den Hersteller kennt, sodass man im Web fündig werden könnte: “Nein”. Also beschließen wir in einem Drei-Etagen-Kapitalismus-Shopping-Center nach einem Fotoalbum zu suchen. Nach einer Etage frage ich, wo sie das denn gesehen hat: “Eine Freundin von mir hat das aus Amerika mitgebracht”. Natürlich, Amerika - wie konnte ich nur so dumm sein. Das hätte man(n) sich doch denken können. Ein gutes hat die Sache aber, denn amerikanische Produkte haben die Angewohnheit weltweit aufzutauchen - sie Cola.
Noch eine Etage später sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels - es ist eine Drogerie Filiale.
Direkt gegenüber des Eingangs, also am anderen Ende, finden wir dann tatsächlich Fotoalben. Irgendwer da oben scheint Verständnis für Männer zu haben, denn vor uns liegt doch tatsächlich ein Fotoalbum mit abziehbarer Folie.
Nachdem wir überprüft haben, dass es sich um die gesuchte Technik handelt, will ich schon zur Kasse aufbrechen, als ich feststelle, dass der da oben anscheinend auch ein Frauenversteher ist: Das unverpackte Exemplar ist das einzige und wir fragen eine Angestellte, ob noch welche im Lager sind. Natürlich sind sie es nicht. Kurz vor dem Zusammenbruch fische ich das gleiche Album in einer Nummer kleiner hervor.
In der ersten Minute versuche ich ihr verzweifelt zu erklären, dass es sich hier auch um die gleiche Technik handelt.
In der zweiten Minute begreift sie es und in der dritten philosophiert sie darüber, ob die Größe denn ihren Vorstellungen entspricht.
In der vierten Minute zeige ich ihr ein größeres Exemplar als das unverpackte und in der fünften entscheidet sie sich das kleine Album zu nehmen.
Kurz bevor wir in der sechsten Minuten an der Kasse ankommen und ich alles andere als sarkastisch und ironisch frage, ob sie sich sicher sei und nicht doch das große Album nehmen wolle, fragt sie mich ob das auch mit solcher Folie sei.
Noch in der siebenten Minute kann ich ihr klar machen, dass alle drei Alben völlig identisch sind, abgesehen von dem Format. Ebenfalls in der siebenten Minute erreichen wir wieder das Regal und ich drücke ihr das große Album in die Hand, worauf sie völlig begeistert reagiert.
In der achten Minute muss ich dann feststellen, wie farbenblind man(n) doch ist, denn sie “entdeckt”, das es beide Größen nicht nur in blau, sondern auch violett und orange gibt. Es quält mich, ihr bei dieser überaus schwierigen Entscheidung nicht helfen zu können, doch noch in der neunten Minute befinden wir uns mit dem orangenen kleinen Exemplar für 3,99 Euro auf dem Weg zur Kasse.
Inzwischen haben sich auch alle anderen Frauen in dem Laden dazu durchgerungen zur Kasse zu gehen - die Schlange davor hat eine beachtliche Länge für die Größe des Ladens. Wir werden es nicht schaffen, den Kauf eines Fotoalbums in zehn Minuten abzuschließen.
Sehr geehrter Herr Stoiber. Es tut mir leid, dass ich mich über Sie lustig gemacht habe.
Wenn eine Freundin von mir schon mehr als zehn Minuten braucht, um ein Fotoalbum zu kaufen, habe ich vollstes Verständnis dafür, dass der Transrapid 30 Jahre brauchte, bis für ihn eine Strecke in Deutschland gebaut wird.
Ich hoffe Sie schaffen es damit dann in 10 Minuten zum Flughafen - meine Freundin würde sich über die Zeitersparnis freuen, denn dadurch hätte Sie 10 Minuten mehr Zeit sich um wichtige Dinge zu kümmern.
Wir wollen uns bald mal wieder treffen - vielleicht sollte ich mit ihr Schuhe kaufen gehen.
Was meinen Sie, Herr Stoiber?
Durchbrechen wir die Grenze zur Veränderung
Das letzte Mal, das ich hier etwas geschrieben habe war am 14. Juni - vor über 2 Monaten.
Jetzt stelle ich mir die Frage, was mich dazu bewegt hat hier nichts mehr zu schreiben.
Die Antwort kenne ich nur zu gut.
Es hat sich etwas verändert, nein - es hat sich sehr viel verändert.
Es ist wie so oft im Leben. Manche Dinge drehen sich zum Guten, manche zum Schlechten
und von manchen Dingen wissen wir, dass sie passieren werden.
Wir wissen nur nicht wann es passiert und dann ist von einem Moment auf den anderen alles ganz anders,
dann durchbrechen wir die Grenze zur Veränderung,
brauchen wir Zeit um uns neu zu orientieren,
bevor alles Verschwommene wieder klare Konturen annimmt
und wir weiter vorwärts gehen.
Doch wie bleibt nun das Neue, wenn wir weiter nach vorne gehen wie eh und je?
Wir gehen in eine andere Richtung oder mit anderer Geschwindigkeit.
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