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Second Life, Reiner Calmund & Stern TV
Gestern Abend ging es bei Stern TV mal wieder um das Second Life, wie ich zuvor beim Werbeblogger erfuhr. Was da zu sehen war, ist irgendwie schon recht gruselig.
Über diese zweite Realität im Netz gibt es ja nun bei weitem genug Kommentare und ich werde den Eindruck nicht los, dass da mehr Hype gemacht wird als in Wahrheit dran ist.
Second Life hat eine veraltete und kantige Grafik und ruckelt trotzdem auf den neusten Computern vor sich hin. World Of Warcraft mag ich zwar auch nicht, aber das ist schon eher etwas worüber man berichten könnte. Das Problem der Medien ist aber wohl eher, dass die Generation 35+ von WoW nicht sehr viel versteht. Sie ist vielleicht mit Fantasy Welten wie “Herr der Ringe” vertraut, aber eben doch nicht mit den virtuellen Varianten. Aus diesem Grund präsentiert man der Zielgruppe im Fernsehen wohl auch lieber ein schlechtes Online-Spiel, dass (halbwegs) verständlich ist, als ein besseres, dass erst recht niemanden interessiert. Dabei dürfte aber irgendwie dahingestellt sein, dass ein MMORPG überhaupt in die Medien gehört, geschweige denn mit solch einem Spektakel.
Aber darum soll es gar nicht gehen - mit diesem Thema haben sich genug “Studien” beschäftigt und die Statistiken zu Second Life und die dazugehörigen Berichte sprechen für sich.
Gestern nun aber habe ich das vorläufige Highlight zum Thema Second Life erlebt.
Reiner Calmund bekommt einen Avatar im Second Life und dazu noch eine ganze Insel.
Bedenkt man, dass auch BMW und Co ein Häuslein im Second Life haben (die Effektivität dieser PR-Kampagne sei dahingestellt), soll mich das zunächst nicht stören, aber was dann bei Stern TV folgte, erweckte bei mir nicht gerade den Eindruck, dass Herr Calmund das Internet und Second Life für sich entdeckt hätte, wie es in der Ankündigung hieß.
Das fing damit an, wer die Idee hatte, den Calmund ins Second Life zu schicken. Die Idee am Frühstückstisch scheint mit weniger glaubwürdig, als dass die Idee von der “ausführenden Kölner Agentur Breitbandevent GmbH” kam. Passend dazu kam dann natürlich auch der Hinweis, dass der virtuelle Calli natürlich nicht immer vom Original gesteuert werden kann. Allerdings soll der Avatar dann von “Freunden” und “Verwandten” gesteuert werden, was aber sichtbar sein soll. Wer glaubt denn wirklich daran, dass das diese Leute den virtuellen Calli steuern werden? Haben die denn nichts besseres zu tun?
Der Beweis, dass dies nicht so sein wird, kam dann pünktlichst zur Vorführung im Studio.
Herr Calmund war mit der Steuerung des Avatars nicht so ganz vertraut. Beim Torwandschießen bewegte sich zwar hübsch das Loch in der Torwand, aber der Ball blieb vor dem Avatar liegen und bewegte sich keinen Millimeter, was auch Günther Jauch auffiel. Aber das muss natürlich alles so sein.
Als dann ein paar Augenblicke später auch noch zahlreiche Fenster aufsprangen, in denen wildfremde Personen erschienen, schien das Dreiergespann Jauch, Calmund und dessen Frau, endgültig die Kontrolle zu verlieren. Ganz unauffällig ließ man dann einen sicherlich hoch bezahlten IT Spezialisten (sind es solche Augenblicke, für die ich Informatik studiere?) das Problem beheben und alles war wieder in Butter.
Wahrscheinlich hat der IT Spezialist erst einmal sämtliche Avatare zum Chat blockiert - hätte man sich aber auch irgendwie vorher denken können, dass die anderen Avatare während der Sendung versuchen werden mit dem Calmund zu chatten.
Alles was am Ende von diesem Beitrag überbleibt, ist das Gefühl, dass ein Reiner Calmund ja wohl mehr zu tun hat, als mit einem Avatar in einer Online Welt herumzuspazieren. Es gibt Fernsehauftritte, die kann man sich selber ersparen und der gestern gehört wohl zu jenen. Soll er doch seine Calmund Insel im Second Life haben, aber muss man sich deshalb ins Fernsehen ziehen lassen bzw. muss denn ein Sender wie RTL über solche Ereignisse berichten?
Echte Second Life Fans sind sicher begeistert von der zusätzlichen PR und die Kritiker haben neues Futter und all das sorgt dafür, dass der Hype wohl auch in Zukunft nicht enden wird.
Hoffentlich müssen wir uns dann keine Sorgen um Calmunds Verwandtschaft machen, wenn die ständig seinen Avatar steuern muss.
Passend dazu gab es im ZDF Morgenmagazin heute früh aber einen Beitrag zum Thema Online-Sucht.
Es scheint wohl doch ein Thema zu sein, was immer mehr in die Medien rückt.
Hoffentlich bald mit qualitativeren Beiträgen.
Dumme Informatiker
“… Syntax.”
“Syntox?”
“Nein, Syntax - tax, wie das englische Wort für Steuer.”
“Und wie ist das englische Wort für Steuer?”
… Gelächter …
So wie ich es mir einst vorgestellt habe
Die letzten beiden Wochen bestanden aus jenen Tagen, von denen man irgendwann einmal zu träumen wagt und von denen man aber nicht weiss, ob sie jemals Realität werden.
Als ich morgens zur Uni gefahren bin, habe ich mehrere Tage lang eine Horde aufgescheuchter Schüler vor meinem Gymnasium stehen sehen. Sie hatten Abiturprüfungen.
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mein Abitur gemacht und hatte dieses Bild im Kopf, wie es wohl als Informatikstudent so sein würde.
Doch irgendwie kam im 1. Semester alles anders und nichts war wirklich so, wie ich es mir einst vorgestellt hatte.
Jetzt, im Sommersemester, scheint sich das aber zu ändern.
Die Bäume werden wieder grüner und die Temperaturen steigen und manchmal weiss man dann schon beim Aufstehen, dass es ein toller Tag werden wird. Wenn bei strahlend blauem Himmel dann auch noch die richtigen Songs auf dem Weg zur Uni im Radio laufen, macht irgendwie alles auch mehr Spaß.
Wenn ich dann noch in Pausen oder Freistunden auf dem Campus in der Sonne sitze, kommt mir wieder diese Vorstellung in den Sinn, die ich einst hatte und es ist, als wäre sie Realität geworden.
Obwohl das Studium selbst zwar teilweise mehr als schwierig, anstrengend und zeitaufwendig ist, beginnt es mir jetzt im 2. Semester aber auch Spaß zu machen, weil die Themen sich stärker um das drehen, was mich interessiert.
Das ist schon toll, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, wie ich mir vor einem Jahr alles vorgestellt habe und nach einem Tief jetzt sehe, wie es wirklich so sein kann. Das beste daran ist aber irgendwie, dass ich mir das alles selbst zu verdanken habe. Man muss sich auch mal selbst loben.
Ja, das habe ich verdammt gut gemacht und als Belohnung kann ich jetzt diese schönen Tage genießen, an denen das Wetter brillant ist, das Studium Spaß macht und alles durch die Positiv-Brille gefiltert wird. :)
Release: isiFTP 3.1
Fast ein Jahr nach dem Erscheinen von isiFTP 3.0 habe ich heute isiFTP 3.1 zum Download freigegeben.
Mit dem Erscheinen des Betriebssystems Windows Vista stand ein größerer Test an, ob isiFTP darauf auch zuverlässig läuft, was leider nicht befriedigend genug war. Deshalb wurde das Hilfe-System verbessert, sodass es nun auch unter Windows Vista verwendet werden kann und mehrere Fehlermeldungen beim Starten und Beenden des Programms wurden ebenfalls behoben.
Ansonsten gibt es keine weiteren Neuerungen - “isi” (vgl: “easy”) steht noch immer für einfach und das beschreibt, wie die Bedienung bleiben soll: keine überladenen Menüs und hunderte Optionen, sondern quadratisch, praktisch, gut. Die Downloadzahlen und zahlreiche positive Rückmeldungen bestätigen das Konzept.
Die Erinnerung ist geglückt und das große Wiedersehen vollbracht … oder umgekehrt
Gestern, Gründonnerstag 2007, fand wie jedes Jahr das Absolvententreffen meines Gymnasiums statt.
In der Gewissheit dort einige Leute zu treffen, die auch ganz gespannt auf meinen Bericht vom USA Urlaub 2006 sind, opferte ich meine letzten Kräfte bei schmerzender linker Hand, um die letzten Seiten jener Geschichte zu vollenden und dann die letzten Falten glatt zu bügeln, bevor das erste Exemplar mit stolzen 45 Seiten durch meinen Drucker das Licht der Welt erblickte.
Es war vollbracht. Ein halbes Jahr nach meiner Reise ist nun auch dieser “Reisebericht” fertig, der die großartige Erinnerung an diesen Urlaub bis in alle Ewigkeit festhalten wird.
Um ihn mit der großen weiten Welt zu teilen, habe ich heute morgen noch eine Seite auf meiner Homepage eingerichtet, wo es auch ein paar Bilder aus dem Urlaub gibt.
Nun aber zurück zum gestrigen Tage. Nur eine Stunde, bevor das Absolvententreffen anfing war ich dann mit dieser Aktion fertig und es konnte weitergehen in den “Braunen Hirsch”, ein Restaurant an der Elbe, das für uns mit seinem großen Saal dort angemietet wurde. In den ersten beiden Stunden dachte ich, dass die jüngsten wohl 40+ sind und das recht sture und montone Aufrufen der Jubiläumsjahrgänge, das jeweils mit dem Kommando “Applaus” endete, nie enden würde, aber als dann doch noch mehr aus unserem Jahrgang eintragen, für den übrigens kein Tisch da war wie für andere Jahrgänge, wurde es besser.
Es war wirklich schön mal wieder mit allen zu reden und zu erfahren, was sie jetzt so machen. Das Internet bietet zwar zahlreiche Möglichkeiten das auch ohne ein Treffen zu tun, aber irgendwie ist es etwas anderes dann zusammen zu sitzen und sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten. Der DJ hatte zwar anscheinend etwas gegen Unterhaltungen, denn beim Sprechen schwoll der Hals an, weil man wegen der extremen Lautstärke so brüllen musste, aber immerhin was das besser als “Applaus - der nächste Jahrgang - Ach ihr seid zu alt um schnell genug zur Bühne zu kommen - Applaus - der nächste Jahrgang …”. Irgendwann gegen ein Uhr, nachdem auch die im Saal waren, die wegen Überfüllung über eine Stunde draußen standen, versagte meine Stimme im Kampf gegen die Boxen und die ersten Gläser gingen zu Bruch und obwohl die rüstigen Rentner wohl vorhatten als letzte den Saal zu verlassen, verzichtete ich auf den Wettkampf und machte mich wieder auf den Weg nach Hause.
Man soll ja auch gehen, wenn es am schönsten ist.
Das war aber irgendwie auch den ganzen Abend und so freue ich mich schon auf das Treffen im nächsten Jahr. Wobei ich ein paar Leute wohl hoffentlich auch schon vorher wiedersehen werde.
Jaja, wir sind noch immer nen dufter Jahrgang, auch wenn uns der Wind etwas zerstreut hat ;)
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