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Sommerliches Zwischenspiel

Meine Lunge hat irgendwann im Frühling ein Pilz befallen - Aspergillus fumigatus - und nun habe ich eine Allergische bronchopulmonale Aspergillose, die sich alles andere als gut mit meiner Mukoviszidose verträgt. Meine Lungenfunktion im Juni war die schlechteste aller Zeiten, sodass ich jetzt ich ein starkes Pilzmittel und dazu die bislang stärkste und längste Cortisontherapie bekomme - mit den entsprechenden Risiken und Nebenwirkungen.

Und was soll ich nun sagen?
Es juckt mich nicht.

Potsdamer Platz, Berlin (05. Juli 2011)Mein Körper mag physisch geschwächt sein, doch anders als erwartet bin ich in "geiler Verfassung". Es ist Sommer, ich habe mein Praktikum beim Fraunhofer-Institut IFF absolviert, schreibe meinen Praktikumsbericht zu Ende, passe für das Restaurant Akropolis die Website an, texte Einladungen zu einem 70. Geburtstag, entwerfe & organisiere die Umsetzung der Zeitungsanzeige für den Umzug der Arztpraxis Seever, gestalte deren neues Praxisschild und kümmere mich um die digitalen Belange bei diesem Umzug. Ich liege in der Sonne und lese ein Buch, arbeite an einem Tag gänzlich mit dem Notebook auf der Terasse - für einen "Ex-Plattenbautler" wie mich früher kaum vorstellbar. Ich stehe auf und sehe ein Lächeln im Spiegel. Es ist 6:30 Uhr morgens und ich schreibe einen Blogeintrag.

Es ist ein echtes sommerliches Zwischenspiel - ein Abschnitt getrübt von der größten gesundheitlichen Herausforderung, kurz vor der größten Herausforderung der Bachelorarbeit und doch eine gute Zeit zum Genießen.
Aber nicht zum Verweilen - denn wie heißt es im Faust:

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
dann will ich gern zu grunde gehen!

Es gibt viel zu tun - packe ich es an und genieße eine gute Zeit!

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Mein 2010

Es verbleiben noch ein paar Stunden und dann wird ein weiteres Jahr gewesen sein.
Ich neige dazu, das Jahr beurteilen zu wollen und fürchte mich zugleich vor dem Ergebnis.
Wie in jedem Jahr zwischen Weihnachten und Silvester, kommt die Frage auf, ob es ein gutes Jahr war. Wie in jedem Jahr kommt mir der Gedanke, dass es gut gewesen sein muss. Möchte ich 365 Tage - 4,16% meines Lebens - in wenigen Stunden des Nachdenkens als "schlecht" verurteilen?
Nein! Die aufkommenden Erinnerungen werden es zeigen.

Das Jahr fing schlecht an, richtig schlecht. Am 14. Januar ging es für mich direkt ins Krankenhaus. Ich ging nicht über Los und zog auch keine 4000 Euro ein. Ich musste meinen Job als HiWi unterbrechen und die meisten Prüfungen verschieben. Das Jahr lief so schlecht an, dass weder Familie noch Ärzte mir zutrauten, bald wieder einigermaßen fit zu sein.
Da war es auch irgendwie passend, dass ich dann mit meinem Sauerstoffgerät zu dem Kinofilm des Jahres, Jahrzents, Jahrhunderts oder gar Jahrtausends ging: Avatar - Aufbruch nach Pandora. Das war mein Film-Highlight 2010.
Ende Februar ging ich zum Zahnarzt, bekam eine Krone aufgesetzt und während dieser Krönung fiel es mir auf:  König Kleinau muss aus dem Tal heraus - ich muss auch nach Pandora aufbrechen.
Auch vom Wetter her, war es einer der härtesten Winter. Doch er schien ein Ende zu nehmen.

Im Frühling war ich wieder voll dabei: Ich holte die Prüfungen nach und nahm meinen HiWi Job wieder auf. Ich sah Nofretete an ihrem neuen Standort und kurz vor Ostern startete ich in das 8. Semester meines Informatikstudiums - zur Überraschung so mancher Berliner Ärzte.
Genau so überrascht war ich, als ich eines Maiabends nach einem Restaurantbesuch im Fernsehen dabei zusah, wie Stefan Raab's "Nationale Aufgabe" gelöst wurde. Germany: 12 Points - Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Songcontest. Dass ich so etwas noch erleben durfte ...
Ich kniete mich ebenfalls voll rein - immer mit meinem ständigen Begleiter und zweitem Schatten, dem Sauerstoffgerät. An der Uni bin ich nun so etwas wie ein bunter Hund. Aber damit kann es nichts zu tun haben, dass - obwohl ich gar kein Computervisualist bin - mein Computergrafik Projekt zum besten des Semesters gewählt wurde.

Es ging aufwärts - auch mit den Temperaturen. Noch nie verbrachte ich so viel Zeit im Garten, wie in diesem Sommer und ich kann mich nicht daran erinnern, jemals zuvor in der Mittagssonnne eingeschlafen zu sein. Es lebe der Sonnenbrand im Nacken!
Mit dem Semesterende kamen zwei neue Herausforderungen auf: Für Deutschland war es die Fussball-WM in Südafrika und für mich die Prüfungszeit bei gleichzeitig anstehendem prophylaktischen Krankenhausbesuch.
Wie bringt man all das unter einen Hut? In sommerlicher Höchstform - was mit einer Lungenfunktion von 23% gleichzusetzen war - lernte ich zwischen den WM-Spielen für die erste Prüfung. Diese schrieb ich am 7. Juli. Am gleichen Abend verlor Deutschland im Halbfinale gegen Spanien. Am nächsten Morgen, dem 8. Juli, ging ich ins Krankenhaus und erzählte dort allen, dass ich keine Zeit für Untersuchungen habe, da ich lernen muss. Was für eine Wende, nach meinem Tief im Januar. Am Abend des 11. Juli wollte ich - wie die gesamte Station - das Finale Niederlande - Spanien sehen, als der Pizzabote bei mir klopfte und mir eine Pizza liefern wollte, obwohl ich keine bestellt hatte! Im Krankenhaus! Was für ein Erlebnis! Am 21. beendete Zugspitze 2010ich meine "Aufpeppel-Aktion" und am nächsten Morgen schrieb ich die letzte Prüfung in diesem Semester - im Gegensatz zu manchem WM-Spiel ganz ohne rote Karte.

Urlaub! Auf zu neuen Höhen! Das hatte ich mir vorgenommen und das war es, was ich bzw. wir auch schafften. Der Österreich Urlaub wurde zum Bergfest. Erst ging es auf den Großglockner mit 2506m und am 14. August 2010 um 15:23 Uhr war es soweit: Die Gipfelexpedition war geglückt - mit 3L/min Sauerstoff stand ich auf 2959m Höhe auf der Zugspitze. Wer hätte das zu Beginn des Jahres gedacht? Wer, hm? Direkt im Anschluss besuchte ich Körperwelten in Leipzig, um zu sehen, wie so etwas möglich ist. Was für eine geniale Ausstellung!

Wieder zu Hause begann im August und September der zweite Gipfelsturm. Nach einem Jahr HiWi-Job hatte ich die Gelegenheit vollständig von Anfang bis Ende an einem Projekt für eine Veröffentlichung mitzuarbeiten und war fast vollständig für die Implementierung verantwortlich. Das Ergebnis wurde Anfang November bei der "International Conference on Tabletops and Surfaces 2010" in Saarbrücken vorgestellt:

ITS 2010 Best Poster AwardFrisch, M., Langner, R., Kleinau, S., Dachselt, R.:
A Multi-Touch Alignment Guide for Interactive Displays (Best ITS Poster)
Proceedings of the ACM International Conference on Interactive Tabletops and Surfaces (ITS 2010) Saarbrücken, Germany, November 7-10, 2010, ISBN: 978-1-4503-0399-6, pp. 255-256
Link zur Website

Erst Anfang April wurde ich danach gefragt und nun war es Realität: Eine wissenschaftliche Veröffentlichung mit meinem Namen! Oder, weil es sich besser anhört: Meine erste wissenschaftliche Veröffentlichung als Co-Autor. Und das Poster wurde auch noch zum besten Poster der Konferenz gewählt!

Nach dem erfolreichen Programmierprojekt, widmete ich mich ausgiebig der Hardware und richtete mal wieder erfolgreich ein paar Rechner ein - aber das wäre eine Geschichte für sich und würde ich sie erzählen, würde ich hier einschneien. Ja - der Winter ist abermals zurück! Ich bin wohl noch nie so oft durch Winterlandschaften zur Uni gefahren, noch nie so viel ausgerutscht und habe mich noch nie so viel am Winter erfreut, wie in diesem Jahr. Es ist erneut ein harter Winter. Seit Oktober befinde ich mich nun im 9. Semester meines Studiums und ich belege die letzten Lehrveranstaltungen - drei Psychologie Vorlesungen als Nebenfach. Ich werde zum Psycho.

Am 14. Dezember bin ich 24 geworden.
Vor wenigen Tagen war Weihnachten und ich war zum ersten Mal in meinem Leben in einer Oper und zu einer "betrieblichen Weihnachtsfeier".
Nun sitze ich hier und habe über das vergangene Jahr nachgedacht.
Aus einem Tief heraus gestartet, habe ich neue Höhen erklommen - sowohl privat als auch "beruflich". Es war ein Jahr voll positiver Überraschungen und Höhepunkte, ein Jahr des Sauerstoffs und ein Jahr der gemeisterten Herausforderungen.
Mit anderen Worten: Es war ein gutes Jahr.

Mit diesen Erinnerungen im Kopf freue ich mich auf das Jahr 2011 - auf die positiven Ereignisse und die Erfolge, aber irgendwie auch auf die dazugehörigen Tiefs. Am meisten jedoch freue ich mich auf neue Herausforderungen, die vor der Tür stehen: mein Berufspraktikum, die Bachelorarbeit und all die noch unbekannten Herausforderungen, an denen ich wachsen kann.
Auf ein Neues im Jahr 2011.

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Wake Me Up When September Ends

Zu Schulzeiten waren das Ende eines Schuljahres und die darauf folgenden Sommerferien immer die Höhepunkte des Jahres. Wenn es dann im August wieder losging, hatte der Sommer meist noch ein paar schöne Tage oder Wochen, ehe dann die kalte Jahreszeit anbrach.

Am Montag starte ich ins 9. Semester meines Informatikstudiums und seit nun mehr fünf Jahren erlebe ich immer wieder einen ähnlichen Ablauf, wie in diesem Jahr: Der Sommer kommt, das Semester geht zu Ende, in der Hitze des Sommers steht die stressige Prüfungszeit vor der Tür, anschließend ein Urlaub, ein paar HiWi-Stunden und eine Menge Erholung und Genuß. Sommer und Semesterferien ziehen dahin und wenn der September sich dem Ende neigt, wird es Zeit, dass der Phönix aus der Asche aufersteht.

Summer moved on
And the way it goes you can't tag along
"Summer moved on" by A-Ha (Lyrics)

Nun könnte ich behaupten, zwischen dem Ende des Winter- und Anfang des Sommersemesters, wäre es ebenso. Merkwürdigerweise finde ich das nicht. Ich sehe da nie diesen "Bruch", wie im Oktober. Wenn im Februar die Vorlesungszeit zu Ende geht, kommt der Frühling und damit die Freude auf den Sommer. Alles wird bald grün und es geht "bergauf" - ich bin eben ein Sommermensch. Wahrscheinlich kommt es mir wegen der kälteren und kürzeren Tage im Okober so vor, als könnte man Silvester auf den 1. Oktober verschieben.

Silvester am 1. Oktober - warum eigentlich nicht? Dann hätte ich zu Beginn des Jahres Geburtstag und nicht am Ende. Weihnachten wäre nicht so überladen. Silvester hätte für mich einen logischen Sinn als Ende und Neuanfang und das Jahr würde nach den großen Highlights des Jahres, Sommer und Urlaub, enden. Schließlich heißt es ja auch, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

Aber nein, die Gregorianische Kalenderreform bestimmt den Todestag von Silvester I. als letzten Tag im Jahr und der starb leider nicht am 1. Oktober, sondern 31. Dezember 335.
Für mich aber startet auch in diesem Jahr weniger zu Silvester, als wieder in diesen Oktobertagen eine neue Runde im ganz großen Spiel des Lebens.

Summer has come and passed
The innocent can never last
Wake me up when September ends

"Wake Me Up When September Ends" by Green Day (Lyrics)

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Urlaub - immer 'nuff 'nuff

Nachdem ich meine Prüfungen hinter mir hatte und der kleine Abstecher ins Krankenhaus abgeschlossen war, war der Juli eigentlich komplett gelaufen. Dazu noch mein Hiwi-Job und die Auslastung nutzte die vorhandenen Ressourcen ganz gut aus.
Was ist da besser als Urlaub?

Kuh am Grenzpass Österreich / Italien bei St. Jakob in DefereggenVom 08. bis 15. August war Österreich Urlaub geplant.
Durch mein Handycap und die dadurch bedingte Verfassung ist Urlaub inzwischen gar nicht mehr so einfach. Die Tasche mit Medikamenten ist ja gar nicht schlimm - spannend wird es dann beim Sauerstoff. Also ging der Stress mitten zwischen Krankenhaus und Prüfungszeit los. Der Versorger, der mir meinen Flüssigsauerstoff nach Hause bringt, liefert nur in Deutschland, die Krankenkasse kümmert sich nur um die häusliche Versorgung und konnte mir nur anbieten den Versorger zu wechseln und woher soll man denn wissen, wo man im Urlaub Sauerstoff herbekommt? Nun, nach einigen Recherchen war mir dann ein Reisebüro bekannt, dass Flüssigsauerstoff für 14 Tage für 700 Euro organisiert. Des weiteren gibt es eine Unternehmen, dass mich dann anstelle des alten versorgt hätte und einmal im Jahr 14 Tage Urlaub mit übernimmt und zu guter letzt gab es im lustigen Wettbewerb der freien Marktwirtschaft noch eine Firma, die mobile Sauerstoffkonzentratoren für 400 Euro pro Monat vermietet.
Am liebsten wäre ich zu Hause geblieben - da kostet der Sauerstoff pro Tag eine Pauschale von 8 Euro, wenn man dem Mann von der Krankenkasse glauben darf. Jetzt weiß ich, dass ich die Ruhe der Kühe haben sollte, die ich später dann sah. Egal - nach vielem hin und her, ein paar Anrufen bei der Krankenkasse und zwei Besuchen von Vertretern hatte sich eine Lösung gefunden und es konnte losgehen!

Was macht man in Österreich?
Großglockner-Hochalpenstraße an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369mNein, Wandern ist nicht so der Hit, wenn man schon sauerstoffpflichtig ist. Aber die Schönheit der Landschaft kann man ja trotzdem genießen. Okay, die Luft wird da oben etwas dünner, also vielleicht nicht auf die höchsten Berge und das Glück zu sehr herausfordern.
Mit der Einstellung traute ich mich dann in den ersten zwei Tagen bis auf 1200m und auf den Hartkaiser mit 1500m. So weit so gut. Das Wetter war schön, die Landschaft toll - der perfekte Urlaub.
Am 3. Tag gab's dann bei Bad Gastein eine Zugverladung und ein wunterschönes Maltatal. Für den Rückweg stand ein Tunnel oder die Großglockner Hochalpenstraße zur Auswahl. Wer fährt in Österreich durch ewig lange Tunnel? Also Großglockner. Kurz vor dem Nationalpark "Hohe Tauern" fiel mir ein, ich könnte mal mit meinem
tGroßglockner-Hochalpenstraße am Hochtor auf 2504m Höheollen Smartphone Google fragen, wie hoch denn die "Hochalpenstraße" so ist. Wikipedia antwortete auch sofort: "Sie ist die höchstgelegene befestigte Passstraße in Österreich", der höchste Punkt sei 2506m hoch.
Okay - das überstieg die Erwartung deutlich. Für's Umkehren und eine Alternativroute war es bereits zu spät und hey - der Blick da oben soll ja ganz wunderbar sein. Ab 1000m stellte ich dann alle 500m den Sauerstoff eine Stufe höher und wie der Österreicher sagt: "Des basst scho".
Die Belohnung waren dann in der Tat geniale Ausblicke - und ein Beweisfoto am Hochtor.

Der "Zahme Kaiser" am 4. Tag passte dann gar nicht zur Großglockner Herausforderung. Bis ich dann feststellte, dass man nach unten statt den Sessellift auch die Sommerrodelbahn nehmen kann. Irgendwie bin ich bislang noch nie auf so einem Ding gefahren und so schwer sah es gar nicht aus. Einfach sitzen, mal etwas bremsen und Spaß haben. Gut, das Sauerstoffgerät kann natürlich nicht mit, aber was soll's. Auf jeden Fall hat es ein riesen Spaß gemacht. Danach war der Tag dann aber trotzdem gelafuen. Andere schießen sich ab, indem sie Alkohol zu sich nehmen, ich indem ich auf Sauerstoff verzichte.

Am nächsten Tag reifte dann eine Entscheidung in mir. Ich muss auf noch einen Berg "nuff", wie man das dort anscheinend nennt. Es heißt "no risk, no fun". Bis dahin war ich "nuff" - jetzt wollte ich "nuff nuff". Der höchste Berg Deutschlands - die Zugspitze, 2962m über dem Meer. Mit einem Sauerstoffgerät, das "bis fast 3000m funktioniert". Das letzte Mal, das ich so hoch war, war 2006 am Bryce Canyon in Utah, USA.
Am nächsten Tag ging es los - auf zu unserer Gipfelexpedition. Zum "Basislager" Garmisch-Partenkirchen führte noch das Auto, ab da ging es mit dem Zug bis zum "Basislager" Eibsee. Ab da fuhr die Zahnradbahn in 45 Minuten bis ins erste "Höhenlager", dem Gletscher-Bahnhof auf 2588m. Da wir recht spät dran waren, konnten wir dort nicht lange verweilen. Die Wolken waren aber auch so dicht, dass man eh kaum etwas sah. Noch einmal Durchatmen, ein Blick auf den Akku des Sauerstoffgeräts, noch ein paar Stufen höher gestellt, ein Grinsen auf tn_IMG_8142dem Gesicht und weiter ging es mit der Gletscherbahn 'nuff 'nuff zum Münchner Haus auf dem Gipfel, auf 2959m Höhe.
Am 14.08.2010 um 15:23 Uhr war die Gipfelexpedition geglückt - mit 3L/min Sauerstoff stand ich auf 2959m Höhe auf der Zugspitze
Ganz offensichtlich war ich nicht der einzige, der sich an die Höhe gewöhnen musste. Sehr wohl war ich aber der einzige, der da oben Sauerstoff nahm. Gefühlt bin ich der erste Mensch, der mit Sauerstoff zum Gipfel der Zugspitze aufbrach. Adrenalin pumpte durch meinen Körper, als wir aus der Hütte hinaustraten, in dem Wissen dass das Sauerstoffgerät an seiner Belastungsgrenze arbeitet - wie ich es auch tat.
Wir waren über und in den Wolken. Auf der Dachterasse stand man direkt unter dem Gipfelkreuz. Wolken zogen wie Nebel über die Terasse. Hier und da taten sich kleine Risse in den Wolken auf und man konnte auf die anderen Berge und Gipfel schauen. Minuten später waren sie wieder verschwunden.
Es war im wahrsten Sinne atemberaubend.

Blick vom Gipfel der Zugspitze auf 2959m HöheBlick vom Gipfel der Zugspitze auf 2959m Höhe

Blick vom Gipfel der Zugspitze auf 2959m Höhe Blick vom Gipfel der Zugspitze auf 2959m Höhe

Mit den letzten paar Prozent des Akkus brachte uns die Eibsee-Seilbahn wieder ins Basislager. So langsam wich das Adrenalin - die Freude blieb und die Erinnerungen an diesen Tag werden mich noch lange begleiten.

So stand der Urlaub ungeplant unter dem Motto "nuff nuff" und der zweifellose Höhepunkt war in der Tat die Zugspitze. Wer hätte bei der Ausgangssituation gedacht, dass ich da mal oben stehen werde?

Die passende Abrundung bietete dann eine Woche später noch eine dreistündige "Brückenfahrt" in Berlin. Da sollte man lieber nichts "nuff" strecken, wenn man mit dem Boot unter Brücken durchfährt, die man im Sitzen problemlos berühren kann.

Last but not least - um es perfekt zu machen - stand noch ein Besuch in Leipzig auf dem Programm. Was macht man nach Österreich und Berlin in Leipzig? Man freut sich darüber, dass Gunther von Hagens Körperwelten dort zu bestaunen sind.
Unter anderen war ich durch meine Krankheit daran interessiert, das zu sehen. Ich habe es nicht bereut. Direkt nach den ersten Plastinationen waren alle Zweifel beseitigt - weder sind die in Körperwelten gezeigten Plastinationen menschnlicher Leichen ekelerregend, noch werden sie in einer unwürdigen Art und Weise gezeigt.
Alle Plastinate sind voller Ästhetik und die Tafeln sind äußerst informativ und sachlich beschriftet.
Wer sich Körperwelten ansieht, hat die Chance eine Seite unserer Körper zu erleben, die zeigt wie wunderschön und fantastisch das Leben ist. Einen Blick unter die Haut zu werfen und auch nur ein ganz grobes Gefühl dafür zu bekommen, wie alles in uns funktioniert und dass es überhaupt funktioniert, lässt mich in Demut und Ehrfurcht erstarren.

Es zeigt auch, dass unsere Körper empfindlich sind und unser Leben vergänglich ist.
Wir sollten jeden Augenblick genießen - sowohl die einzigartigen mit Sauerstoff auf der Zugspitze, als auch die alltäglichen im Studium und HiWi-Job.

Der Urlaub ist vorbei. Als HiWi warten bereits neue Herausforderungen auf mich, im Oktober geht es ins nächste Semester und der Bachelor rückt damit hoffentlich ein ganzes Stück näher.
Aus " 'nuff 'nuff" wird "auf auf"

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