Mit der SSD in die Adventszeit
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- Kategorie: Computer & Internet
- Erstellt am Sonntag, 28. November 2010 14:38
Für Informatiker ist der Computer das tägliche Handwerkzeug und ich denke man sollte gutes Werkzeug benutzen, um effizient, effektiv und gut arbeiten zu können. In meinem Job als studentische Hilfskraft scheint mir das geglückt zu sein (dazu mehr in einem folgenden Blog Eintrag) und daher beschloß ich, mir und meinem Werkzeug als Belohnung mal etwas zu gönnen.
Womit kann ich also einem alten kleinen Core 2 Duo E6300 mit 2x1.8GHz, 8GB RAM, einer ATI Radeon X1950 Pro und 400 GB Festplatte und mir selbst eine Freude tun? Frei nach "Tim Taylor" muss es natürlich "mehr Power" haben und für den Early Adopter muss ein Hauch von Zukunft damit verbunden sein.
Der Begriff Advent stammt ursprünglich von dem griechischen epiphaneia ab und bedeutet Ankunft. Was gäbe es also passenderes, als am 1. Advent die Ankunft von mehr Power zu feiern? Und es erschien ...
... eine SSD - ein Solid State Drive. Halleluja!
Im Gegensatz zu mechanischen Festplatten benötigt eine SSD keinen Motor oder andere bewegliche Teile. Sie arbeitet im Prinzip wie ein USB Stick - aber eben im Aufgabenbereich einer Festplatte.
Die Vorteile liegen auf der Hand: keinerlei Geräuschentwicklung oder Vibrationen, schnelle Zugriffszeiten, weniger Stromverbrauch und keine Erschütterungsempfindlichkeit. Die Kehrseite der Medaille ist der Preis - 60GB bekommt man zur Zeit ab 100 Euro. Preiset den Halbleitermarkt!
In den letzten Tagen habe ich zwei OCZ Vertex 2 Extended 60GB verbaut. Eine davon in meinen älteren Windows 7 Rechner und eine in einen neuen Windows XP Büro Rechner (was für ein Widerspruch in sich...).
Der XP Rechner ist der leiseste Rechner, den ich je gehört habe. Lediglich ein Netzteillüfter, ein CPU-Lüfter und keine Festplatte und keine Grafikkarte (onboard) sind absolut unhörbar, insofern man nicht die Luft anhält und daneben hockt. Allerdings stockte mir tatsächlich der Atem, als Windows XP in nie erlebter Zeit startete. Der Ladebalken ist für ein Augenzwinkern zu sehen, dann kommt für den Bruchteil einer Sekunde der blaue Startbildschirm und anschließend der Desktop - und der reagiert auch noch sofort auf Eingaben und startet Firefox oder Ähnliches!
Bei meinem Rechner stellt sich der Effekt nicht ganz so stark ein. Früher habe ich nach der Anmeldung noch ca. eine Minuten warten müssen, bis sich dann etwas tat und mich gewundert wieso das so ist. Die CPU Auslastung war extrem gering, aber die Festplatte ratterte vor sich hin. Jetzt bin ich bei 100% CPU Auslastung und muss zwar noch warten, aber deutlich geringer. Verglichen mit den 2x3.2GHz aus dem Office PC, scheine ich wohl den Flaschenhals gewechselt zu haben.
Den Lautstärke Vorteil habe ich zwar auch nicht ganz (60GB reichen eben nicht, daher die 400GB als Datengrab), aber immerhin kein ständiges Rattern mehr bei Zugriffen auf die HDD. Programme starten auf beiden Rechnern extrem schnell. OpenOffice, GIMP, Eclipse, VisualStudio & Co sind da so Kandidaten. Ganz allgemein ausgedrückt, ist das Arbeiten insgesamt viel flüssiger geworden.
Ich bekomme so eine Idee davon, was eine SSD in einem Notebook als Ersatz der langsamen 5400U/min Festplatten anrichten würde...
Fazit: Eine SSD ist die Investition schlechthin, wenn es um Lautstärke, Geschwindigkeit oder Mikroruckler aufgrund von HDD-Zugriffen geht.
Eine SSD ist ein Hauch von Zukunft in der Gegenwart - das warme Licht, das unsere Computer durch den kalten Winter bringt - eine Erscheinung in der Adventszeit - Halleluja!
Ich wünsche allen Menschen (und ihren Computern) eine schöne Adventszeit.



