Intensivstation
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- Kategorie: Transplantation - Wartezeit
- Erstellt am Dienstag, 06. Dezember 2011 14:03
Heute ist Nikolaus.
Die Überraschung bleibt nicht aus.
Am frühen Morgen ist meine Sauerstoffsättigung abermals abgefallen und ich habe wieder Luftnot gehabt. Zum zweiten Mal habe ich Morphium bekommen. Der Gedanke, dass es so nicht weitergehen kann, wuchs in den letzten Tagen immer mehr.
In den letzten Stunden sprach ich mit den Oberärzten von dieser Station und zwei Ärzten der Intensivstation. Ich werde noch heute auf die Intensivstation verlegt. Dort werde ich an eine "Extrakorporale Membranoxygenierung" (ECMO) angeschlossen. Damit übernimmt eine Maschine die Arbeit meiner Lunge, Sauerstoff ins Blut aufzunehmen und Kohlendioxid abzuleiten. Das geschieht über zwei große Katheter und wird hoffentlich dazu führen, dass das zunehmende Erschöpfen meiner Atmung aufhört und ich wieder Kraft zum Essen habe.
Mit dem Schritt auf die Intensivstation beginnt nun die nächste Phase des Wartens. Ich werde bei Bewusstsein, aber vollständig abhängig von dieser Maschine sein und dort bleiben, bis ein Organ gefunden wird oder diese Geschichte ein anderes Ende findet. Zugleich steige ich in der Dringlichkeitswertung. Das ist auch dringend notwendig, denn ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ich mehrere Monate an dieser Maschine hänge oder hängen kann. Klar ist: Ich brauche schnellstmöglich eine Lunge - wenn es der Nikolaus nicht richten kann, wie wäre es dann mit dem Weihnachtsmann?
Kommentare
ich habe diesen Link von Judith erhalten und wünsche dir zu deinem Geburtstag nachträglich viel Kraft und natürlich den Mann im roten Mantel auf schnellen Rentieren, der dir das größte Geschenk bringen möge, dass für dich so wichtig ist.
Es ist unglaublich, aber der Mensch verfügt im Grunde über Kräfte, die weit über das hianusgehen, was man von sich selbst für möglich hält.
Alles, alles Gute für dich
wünscht Judith Woches Mutti
(und ich hoffe, ich habe hier alles richtig eingegeben ;-) )



