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Zusammenfassung Woche Eins

Heute bin ich nun bereits eine ganze Woche im Krankenhaus und drohe schon an meinem Vorhaben zu scheitern, über meine Erlebnisse zu berichten. Was ich in den letzten sieben Tagen erlebt habe, kann man schon gar nicht alles berichten - von lustigen Ereignissen über kleinere Alltagserlebnisse bis hin zu größeren Aufregern und mittelschweren Pannen.

Als Vorbeugung gegen Unterlassungsklagen, lasse ich die Pannen mal außen vor. Zu den lustigen Geschichten zählt heute zum Beispiel eine Unterhaltung mit einer Schwester.

Sie erzählte mir, dass angefangene Sprühdosen mit Desinfektionsmittel nach der Entlassung dann in einem anderen Zimmer hingestellt werden. Vorher werden sie natürlich desinfiziert. Oder, um es anders auszudrücken: "Hier wird sogar das Desinfektionsmittel desinfiziert". Da schau her! Das war für heute der tägliche Lach-Flash aus dem Krankenhaus.

Weniger lustig sind Praktikanten, die einen zu Untersuchungen bringen sollen, aber den Weg nicht kennen. Da ist es dann eher gut, dass ich im Moment im Rollstuhl hingefahren werde - aber auch darin macht das Umherirren auf diesem riesigen Krankenhausgelände eher wenig Spaß und bei angemeldeten Untersuchungen zu spät zu kommen auch nicht.
Aber das ist alles nicht so kritisch - denn selbst bei angemeldeten Untersuchungen sitzt man mal eben 90 Minuten herum, wie beim Herzecho. Da bekomme ich doch Puls! Nur gut, dass ich Besuch hatte, der mich zurückgebracht hat, sonst hätte ich weitere 20 Minuten auf einen Transporter warten können. Dass wegen der langen Wartezeit nachmittags meine Antibiotikagabe ausfiel, interessierte beim Herzecho natürlich keinen - ist ja quasi jeder wichtiger als die anderen.
Auf dem Rückweg - oder besser gesagt der Rückfahrt - haben wir dabei noch einen Umweg über die Cafeteria genommen und mich mit einem Schnitzel versorgt: Essen auf Rädern quasi. Ja, die Geschichte mit der Essensversorgung ist einen ganz eigenen Blogeintrag wert und wird sicher in den nächsten Wochen auch noch aufgearbeitet.

Mit allen Untersuchungen, Wartezeiten und der entsprechenden Menge an Erholungsschlaf dazwischen, verging die erste Woche vergleichsweise schnell. Jetzt heißt es abwarten, bis alle Ergebnisse und benötigten Werde da sind und dann muss geschaut werden, ob ich tatsächlich auf die HU-Warteliste zur Lungentransplantation kann. Nahezu verrückt ist dabei, dass es sein kann, dass meine Werte zu gut sind, um das zu schaffen und Ziel der Behandlung hier auch ist, mich wieder fit zu machen. Mit jedem bischen, das es mir besser geht, sinken aber wiederum die Chancen auf die HU-Liste zu kommen, was aber auch ein klar gesetztes Ziel ist. Bevor ich mir darüber den Kopf zerbreche, vertraue ich lieber den Ärzten, die diesen Spagat nicht zum ersten Mal mit einem Patienten durchmachen. Und wieder heißt es für mich: Warten.

Das war Woche Nummer Eins und ich bin gespannt, was diese Woche an Überraschungen bereithält!
Patienten-Reporter Sebastian Kleinau bleibt dran an der Story.


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