Twitter

Anne Will, Kirche und Logik

Üben wir uns ein wenig in Logik und Argumentation.
Nehmen wir folgende Aussagen als gegeben hin:

  1. 1. Mose 1,27: “Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde”
  2. Der Papst gilt in der römisch-katholischen Kirche als oberster Herr der Gesamtkirche und Stellvertreter Gottes auf Erden.
  3. Es existiert ein Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes.
  4. Homosexualität ist existent.
  5. Die Katholische Kirche lehnt Homosexualität ab.

Verbinden wir als erstes Aussage 1) und 4).
Somit hat Gott die Homosexualität bewusst geschaffen oder ihm ist ein “Fehler” unterlaufen.
Bezeichnen wir die beiden Möglichkeiten in dieser Reihenfolge nun mit A und B.
Kombinieren wir Möglichkeit A mit Aussage 5: Obwohl im Bewusstsein Gottes geschaffen, lehnt die katholische Kirche Homosexualität ab. Diese Aussage wiederum verknüpft mit Aussage 2 führt zu der Erkenntnis, dass zwischen Gott und seinem Stellvertreter auf Erden ein Missverständnis existiert, das heißt der Titel “Stellvertreter Gottes auf Erden” milde formuliert für den Papst etwas hoch gegriffen ist.
Da dies aber offensichtlich inakzeptabel ist, muss Möglichkeit A die falsche sein.
Betrachten wir deshalb noch Variante B, die wir mit Aussage 3 verknüpfen.
Ist Gott ein “Fehler” unterlaufen, so scheint Gott fehlbar zu sein, nicht jedoch der Papst.
Das wiederum scheint aufgrund der Hierarchie nun auch wieder inakzeptabel zu sein.

Offensichtlich ist es egal, wie die Aussagen kombiniert werden, sie führen die Kirche ein wenig ad absordum.
q.e.d.


Kommentar schreiben

Smileys

:confused::cool::cry::laugh::lol::normal::blush::rolleyes::sad::shocked::sick::sleeping::smile::surprised::tongue::unsure::whistle::wink:

Antispam Bild neu laden Unterscheidet Groß-/Kleinschreibung nicht