Übergabe der Abiturzeugnisse
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- Kategorie: Schule
- Erstellt am Dienstag, 04. Juli 2006 21:42
Nachdem nun einige Tage vergangen sind, muss ich doch mal darüber berichten, schließlich war es ja ein bedeutender Tag in meinem Leben.
Am Freitag, dem 30. Juni 2006 fand um 19 Uhr die Zeugnisausgabe in einer größeren Sporthalle in Eggersdorf, ein paar Kilometer von Schönebeck entfernt, statt.
Am Freitag dem 30. Juni 2006 fand aber auch ab 17 Uhr das Viertelfinalspiel Deutschland : Argentinien statt.
Es war ein Highlight, was ich wohl mein Leben lang nicht vergessen werde.
Neben lauter gut gekleideten Abiturienten fielen vor allem lauter Leute “mit’m Knopf im Ohr” auf - darunter auch der stellvertretende Direktor. Unserem Fussball-Muffel von Direktorin war das sicher nicht so recht.
Als “Hahn im Korb” in meiner Klasse (einziger Schüler unter über 20 Schülerinnen für 2 Jahre), war das schon witzig als erster hinter unserem Tutor “einzumarschieren”. Kurz zuvor fiel der Ausgleich zum 1:1 als wir draußen warten mussten.
Statt einer feierlichen Rede gab es von unserer Direktorin eine Standpauke, dass viele nicht ihr bestes gegeben hätten, was wohl angesichts vieler, die es sehr wohl getan hatten und den zahlreichen Eins-Komma-Abiturienten unangemessen war.
Meine Klasse war dann als erste dran und so schritt ich wieder hinter unserem Tutor nach vorne und wir stellten uns auf der Bühne auf. Die erste Reihe bekam ihre Zeugnisse und somit auch ich als sechster von 109 Abiturienten.
Neben der Mappe mit der “allgemeinen Hochschulreife”, die mir mit einem Durchschnitt von 1,7 in Zukunft hoffentlich so manche Tür öffnen wird, gab es für jeden noch eine Rose und einen Eichenkranz.
Als wir dann in die hitnerste Reihe wechselten um die nächste Reihe vorrücken zu lassen, ging auf einmal das Getuschel los. Irgendjemand hatte die Info bekommen, dass es Elfmeterschießen gab und jeder sagte es jedem weiter. Erst machte ein “1:2″ die Runde, später wurde aus der ersten Reihe mit Händen und Füßen ein “3:2″ gestikuliert.
Nur wenige Sekunden später wurde es dann laut im Saal und die Leute fingen an zu jubeln. Auch uns erreichte schließlich das “4:2″ auf der Bühne und wurde mit einem Jubelschrei mit Gänsehaut beantwortet.
Eine solche Zeugnisübergabe gab es wohl auch noch nie und ich kann mit stolz sagen, dass ich dabei war, vorne mit “meinen Mädels” auf der Bühne stand. Das kann man nicht beschreiben.
Nachdem die anderen 5 Klassen dann ebenfalls (auch mit genug Applaus) ihre Zeugnisse bekommen hatten, wechselten sich Reden und Gesang von unserem Chor ab. Das große Finale bildete die Rede der beiden “1,0er”, die mit einer gesunden Portion Humor auf unsere Schulzeit zurückblickten.
Nach unserem Abgang und ein wenig Sekt-Trinkerei, Gratuliererei, Umarmerei und Co wurden noch Jahrgangsfotos gemacht. Und abermals gab es kostenlose Gänsehaut, als 109 Abiturienten sangen:
‘54, ‘74, ‘90, 2006
ja so stimmen wir alle ein.
Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein
werden wir Weltmeister sein.
Für mich endete der Abend mit meinen Eltern und Großeltern zu Hause mit einer Platte voller “Schlafsofas”.
Am nächsten Tag stand dann der Abiball an.


